Vor dem Kauf eines CO2-Inkubators: Was müssen Sie beachten?

Kauf Co2-Inkubatoren

Welche Faktoren bilden Ihre Entscheidungsgrundlage für den Kauf eines neuen CO2-Inkubators? In diesem Beitrag finden Sie wichtige Kriterien, die Sie unbedingt bei einem Kauf eines CO2-Inkubators beachten sollten.

Prüfen Sie die Angebote an CO2-Inkubatoren auf Herz und Nieren

Bevor Sie sich einen neuen CO2-Inkubator für Ihr Labor zulegen, sollten Sie sich über die wichtigsten Qualitätsmerkmale informieren. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, auf welche Faktoren es beim Kauf ankommt und nach welchen Kriterien Sie am besten entscheiden.

Bei der Aufzucht von Zellkulturen kommt es natürlich zunächst vor allem auf die Reinheit der Umgebung an, auf den Schutz vor Kontaminationen. Doch auch die Frage, ob sich diese Reinheit dauerhaft gewährleisten lässt, ist wichtig – hier ist vor allem die Gestaltung des Innenraums des CO2-Inkubators entscheidend. Wie leicht und effektiv lässt sich das Gerät handhaben und reinigen? Das Innenraumkonzept bestimmt auch über mögliche Anwendungsbereiche, daher ist dieser Aspekt im Vorfeld gründlich zu prüfen. Das Feuchtemanagement schützt Ihre Kulturen vor Austrocknung, die CO2-Begasung sorgt für einen optimalen pH-Wert im Zellmedium. Achten Sie beim Kauf Ihres CO2-Inkubators vor allem darauf, dass diese grundlegenden Funktionen gewährleistet sind. Natürlich unterliegt die Anschaffung von Labortechnik auch Kosten-Nutzen-Überlegungen. Denken Sie beim Kauf Ihres CO2-Inkubators lieber langfristig und überlegen Sie, welche Kosten in Folge der Instandhaltung des Geräts anfallen werden.

Achten Sie schon beim Kauf auf mögliche Kontaminationsrisiken!

Laut einer Studie des Gesundheitsökonoms Prof. Dietmar W. Hutmacher kostet ein durchschnittliches vierwöchiges In-vitro-Experiment mit Zellkulturen ca. 9.000 Euro. Tritt hierbei eine Kontamination auf, ist sie vollkommen wertlos und das Experiment schlägt teurer zu Buche als der Kauf eines Neugeräts. Wo liegen also die Schwachstellen, auf die man beim Kauf achten sollte? Vor allem Innenraumventilatoren sowie Einbauten jeglicher Art bieten Besiedelungsflächen. Weniger ist mehr – der ideale Innenraum sollte daher über so wenige Einbauten wie möglich verfügen. Umso einfacher der Aufbau eines CO2-Inkubators ist, desto schneller und einfacher ist die Sprüh- und Wischdesinfektion durchführbar. Gute Geräte verfügen zudem standardmäßig über die Möglichkeit der Heißluftsterilisation.

Komplexe Aufgaben leicht bewältigen – auf die Handhabung kommt es an

Das Anlegen von Zellkulturen ist ein komplexer und anspruchsvoller Prozess, der ein hohes Maß an Konzentration erfordert. Die verwendete Labortechnik sollte diese Arbeit daher nicht unnötig erschweren. Die Bestandteile Ihres CO2-Inkubator sollte sich leicht montieren und demontieren lassen, da dieser Arbeitsschritt nach jedem Experiment zwingend nötig ist. Die Zeiten, die für solche Tätigkeiten anfallen, variieren stark und können sich bei aufwendigen Montageanforderungen schnell aufsummieren. Bei der Heißluftsterilisation des Innenraums liegt der Normbereich bei 160 bzw. 180 Grad Celsius. Idealerweise lässt sie sich einfach per Knopfdruck steuern. Damit Sie Ihre Messdaten direkt auswerten und teilen können, sollte der CO2-Inkubator über die nötigen Schnittstellen für das Ethernet verfügen.

Feuchtemanagement ohne Kontaminationsrisiko

Wie können die Zellkulturen bestmöglich vor dem Austrocknen geschützt werden?
Die Antwort lautet: Durch ein effektives Befeuchtungssystem, das für eine gleichbleibend hohe Feuchte der Innenraumatmosphäre sorgt. Dies wird durch die Wasserschale im Inneren sichergestellt. Diese sollte sich leicht herausnehmen lassen und für einen hohen Wert an relativer Feuchte (rH) zwischen 90 und 95 Prozent sowie eine kurze Feuchteerholzeit sorgen.
Feuchtemanagement als wichtiger Faktor: In der Praxis lässt es sich nicht vermeiden, dass die Tür während des Beobachtungszeitraumes geöffnet wird. Umso wichtiger ist es, dass die Zellen durch den Eingriff keinerlei Schaden davontragen.

Effektives Feuchtemanagement bewirkt:

  • Die Verdunstung des Mediums wird durch die hohe Feuchte auf ein Minimum beschränkt.
  • Die Feuchtebegrenzung sorgt für trockene Innenwände.

Welche Möglichkeiten der homogenen Atmosphärenmischung  gibt es?

Sie haben zwei Möglichkeiten Ihre Atmosphäre zu durchmischen: 

  1. mit natürlicher Konvektion ohne Innenraumlüfter
  2. einfacher Gaseinlass zur Atmosphärendurchmischung mit zusätzlichem Lüfter im Innenraum 

Aufgrund der zwangsläufig vorhandenen Kontaminationsverstecke und Verbreitung von Luftkeimen ist von der letztgenannten Variante dringend abzuraten! Hier entsteht ein möglicher Kontaminationsherd.

Auch auf die Messmethode kommt es an. Der CO2-Sensor kann sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Brutraums befinden. Ein außenliegender CO2-Sensor ist komplexer und fehleranfälliger. Im Gegensatz hierzu ist ein CO2-Sensor im Innenraum des CO2-Inkubators genauer – durch seine direkte Messung im Brutraum. Im Inneren muss der Sensor den Temperaturen bei der Heißluftsterilisation standhalten – gute Produkte leisten dies bereits. Alternativ ist der Einsatz von Stecksensoren denkbar und vernünftig.

Das Innenraumkonzept Ihres CO2-Inkubators

Die Devise „Weniger ist mehr“ gilt auch beim Innenraumkonzept eines CO2-Inkubators. Je weniger Ecken, Winkel, Schächte oder Schrauben, desto besser, um Kontamination vorzubeugen. Glatte Innenwände, idealerweise aus Edelstahl, sind ein Muss, damit die Oberflächen sich hygienisch reinigen lassen. „Weniger“ sollte aber gleichzeitig nicht heißen, dass es nur starre Einschübe gibt ‒auf welcher Höhe Ihre Einschubböden sitzen und wie viele Sie jeweils verwenden, sollten Sie selbst entscheiden können.

Auch das äußere Erscheinungsbild nehmen Sie kritisch unter die Lupe: Ist der CO2-Inkubator so gebaut, dass sich zwei Geräte gut und sicher stapeln lassen und dann auch noch komfortabel zu bedienen sind?

Beachten Sie die laufenden Kosten Ihres CO2-Inkubators!

Beim Betrieb eines CO2-Inkubators treten zwangsläufig Kosten für die Pflege und die Reinigung auf. Die laufenden Posten betreffen das Verbrauchsmaterial und Verschleißteile sowie die Kosten für Reinigungsmittel und selbstverständlich auch das Personal. Die sachgemäße Reinigung eines CO2-Inkubators kann zwischen einer und fünf Stunden dauern. Je klüger das Design, desto kürzer die Arbeitszeit und desto geringer der Materialverbrauch. Bedenken Sie diese Faktoren unbedingt vor Ihrer Entscheidung.

Ein qualitativ hochwertiger CO2-Inkubator sichert den Erfolg Ihrer Experimente

Setzen Sie beim Kauf Ihres CO2-Inkubators nicht auf das preisgünstigste Modell, denn bereits ein einziges fehlgeschlagenes Experiment kann die Anschaffungskosten um ein Vielfaches übertreffen. Halten Sie sich besser an die Standards und Ansprüche, die auch für Ihren Forschungszweig gelten und bedenken Sie beim Kauf die genannten Faktoren. Bietet das Gerät ein cleveres Design, das sich leicht bedienen und warten lässt? Verfügt es über ein optimales Feuchtemanagement und eine durchdachte Begasungsmethode? Ist es im Betrieb kostengünstig und wartungsarm?

Damit Sie die beste Entscheidung für Ihr Vorhaben treffen können, haben wir die wichtigsten Aspekte in unserem Leitfaden „6 Punkte, die Sie beim Kauf von CO2-Inkubatoren beachten sollten“ zusammengefasst. Laden Sie sich den Guide gleich kostenlos herunter und bauen Sie damit auf eine objektive Entscheidungshilfe!

 

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